Der Atem des Löwen von Aleksei Agafonov

Wenn Aleksei Agafonov nicht BookYourHunt.com verwaltet und die Zeit auch nicht mit seiner Familie verbringt, ist er jagen. Und wenn er jagt, erlebt er Dinge, über die es sich zu schreiben lohnt. Hier ist eine seiner Geschichten.

Wenn ein Löwe nur wenige Zentimeter von einem entfernt ist, erfährt ein Jäger seine innersten Ängste.

„Möchtest du einen Leoparden gegen einen Löwen tauschen?“ fragte Alex, mein professioneller Jäger und Begleiter, „wir haben noch eine Abschusserlaubnis übrig.“ 

Das Angebot kam als Überraschung. Aber dann, entpuppte sich die ganze Safari als eine Überraschung. Sogar die Einladung zu dieser Reise hat mich unvorbereitet getroffen. Es war im Jahr 2011 und ich war an einem Punkt meines Lebens angelangt, an dem sich alles nur um die Arbeit drehte. Ich habe mich mit ehrgeizigen Projekten abgeplagt. Meine Arbeit verdrängte alles in meinem Leben: meine Familie, meine Beziehungen, meine Zeit, meine Vorlieben, meine Gesundheit, meine Seele. Wenn mich dieses Safari-Angebot nicht erreicht hätte, wer weiß, was aus mir geworden wäre.

Es war meine erste Afrika-Safari und meine erfahrenen Freunde rieten mir klein zu beginnen, z.B.: mit Antilopen. Aber ich wollte unbedingt eines der großen Vier jagen. Aber welches? Ein Elefant schien zu groß und zu kostspielig. Ein Löwe machte mir etwas Angst. Andererseits schienen Büffel und Leoparden für mich die Richtigen zu sein.  Mittlerweile weiß ich, dass die meisten PH’S (professionelle Jäger) den Löwen gefährlicher als den Büffel oder den Leoparden einschätzen und folgende Ereignisse zeigten mir, dass mein Bauchgefühl, welches ich anfangs hatte und mich vor einer Löwenjagd warnte, nicht ganz grundlos war.

Ende Juli kamen mein Freund und ich in Lebombo, Mosambik, an. Die Jagd-Konzession erstreckt sich fünfundzwanzig Meilen entlang der Grenze des größten Nationalparks des Landes. Ich hatte das Gefühl in eine Fernsehshow hinein geraten zu sein. Ich konnte meinen Augen kaum trauen, als ich tausende von Antilopen sah, die sich rund um die Wasserlöcher drängten.

Die Jäger auf ihrer ersten Reise nach Afrika waren überwältigt von der Anzahl und Vielfalt der Wildtiere

Ich konnte die Magie des Ortes und die Art und Weise, wie dieser Menschen von anderen Kontinenten anzieht und verzaubert, fühlen. Es war wie in einem Märchen. Wir waren überwältigt und hatten anfangs Schwierigkeiten der uns neuen Wirklichkeit anzupassen. Eine Sache, die uns half, war die Warnung der PH’s, das Zelt bei Nacht nicht ohne Licht zu verlassen. Wir befanden uns mitten im Busch und ein neugieriger Leopard oder Löwe könnte den Spieß sehr schnell umdrehen und die Jäger zur Beute werden lassen. Wir mussten uns immer in Erinnerung rufen, dass das afrikanische Märchen sich als Horrorgeschichte entpuppen könnte.

Während ich mich in den nächsten Tagen damit amüsierte, Antilopen durch die Savanne zu jagen, erlegte mein Freund einen Leoparden. Es war ein riesiges, männliches Tier, welches 85 kg wog. Natürlich hat es mich beflügelt und in mir die Sehnsucht, nach großen Katzen zu jagen, geweckt. Jetzt war ich an der Reihe, aber ich hatte einfach noch kein Glück. Wir fuhren Tag für Tag von Köder zu Köder und sahen nichts. Schließlich wurde einer der Köder gefressen, aber nicht von einem Leoparden. Er wurde von einem Löwen gefressen.

Zu diesem Zeitpunkt überraschte mich mein PH, Alex, mit dem Vorschlag zum Austausch. Mein erster Gedanke war an das alte Sprichwort, dass ein tapferer Mann dreimal Angst vor einem Löwen hat. Wie geht dieses noch einmal? Das erste Mal, wenn er an die Löwenjagd denkt, das zweite Mal, wenn er zum ersten Mal einen Löwen hört und das dritte Mal, wenn er den Löwen zum ersten Mal im Visier hat. Ich bin nicht sicher, ob ich es genau richtig verstanden habe, aber der erste Teil hat sich als so wahr erwiesen, wie es nur sein kann. Eine Welle der Angst durchlief mich. Ein Löwe kann dir mit einem einzigen Prankenhieb den Rücken brechen. Er ist eine Tötungsmaschine. War ich bereit, ihn herauszufordern?

Aber, dachte ich, wenn es mein Schicksal so will, warum nicht versuchen? Ich konnte mit der Idee leben. Nach ein paar Stunden fing der Gedanke daran an, mich in freudige Erwartung zu versetzen. Wir kehrten zurück ins Lager, um eine Mittagspause zu machen und fuhren um 15:00 Uhr zurück zum Köder.

Was als nächstes geschah, würde sich in den nächsten Monaten viele Male in meinem Gedächtnis wiederholen und ich denke, ich werde die Erinnerung daran bis ans Ende meiner Tage bewahren.

Der Köder hing an einem einsamen Baum, ungefähr 1,5 Meter über dem Boden. Es war die Hinterkeule eines Büffels mit viel Fleisch daran. Wir sollten in einem Versteck warten, das aus einem kleinen Zelt gemacht war und auf einem Hang eines Hügels stand, der dem Baum zugewandt war, ungefähr 50 Meter von ihm entfernt. Direkt unterhalb des Zeltes verlief der Hang fast senkrecht steil bergab und es gab einen kleinen See zwischen uns und dem Köder, sodass alles perfekt gegen Löwen geschützt aussah.

Die Vorderseite des Zeltes war mit zwei Stangen, welche in den Erdboden versenkt waren, verstärkt und mit einer dritten Stange, die wie ein Querbalken auf halber Höhe ein Kreuz bildete zusammengebunden. Dieser Balken hatte außerdem eine zweite Funktion und zwar diente er als eine Auflage für mein Gewehr. Man hat sogar mein Gewehr mit einem Gummiband an diese Stange befestigt mit Zielrichtung auf den Köder. Dieses geschah aus Zweckmäßigkeit und für die Geschwindigkeit  beim Zielen.

Es ist nicht einfach im Licht einer Taschenlampe das Zielobjekt zu finden und sich darauf zu fokussieren. Das Zelt war getarnt mit frischen Zweigen, sodass man es nicht mehr von einem echten Busch unterscheiden konnte.

Im Versteck warteten die Jäger, dass sich der Löwe zeigt.

Wir näherten uns dem Zelt von links, da wir den Löwen von rechts erwarteten. Als der ortskundige Jäger und ich uns im Versteck einrichteten, verloren wir die Angst; wir hatten sogar Spaß daran. Wir waren guter Dinge und machten sogar Witze in Gebärdensprache. Das restliche Team fuhr weit genug weg, um nichts zu verscheuchen. Alles war ruhig und friedlich.

Weit von uns entfernt, zu unserer Rechten, gaben Paviane Warnschreie ab. Als die Sonne hinter dem Horizont versank, hörten wir ein Rascheln im Gebüsch. Es kam wie erwartet von rechts. Dies war der Grund, weshalb die Paviane in Aufruhr waren. Alex schaute aus dem kleinen Zeltfenster und deutete an, dass unsere Beute da war.

Der Löwe jedoch ging nicht zum Köder. Etwas hielt ihn zurück. Inzwischen verschwand das Tageslicht und die Dunkelheit brach herein. Die Zeit des Löwen kam. Löwen können bei Nacht fünf bis sechs Mal so gut sehen wie wir und viel besser als die meisten anderen Tiere. In der Nacht ist der Löwe der wahre König. Während der Tageszeit ist er vielleicht vorsichtig, aber bei Nacht kennt er keine Angst. Er durchstreift sein Revier wie ein Mafia-Boss.

Als es völlig dunkel war, brüllte der Löwe und ich erinnerte mich wieder an das Sprichwort. Das Gefühl dabei kann nicht mit Worten beschrieben werden. Tief und laut geht das Gebrüll durch Mark und Bein und lässt jedes innere Organ erzittern. Irgendwo, tief in mir verwurzelt, die urzeitliche Angst, welche unsere Vorfahren für dieses majestätische Tier fühlen mussten, brach hervor. Der Löwe brüllte noch einmal, nur um uns zu zeigen, wer hier der Herr ist. In der Ferne donnerte ein Löwe aus dem Nachbarrevier seine Antwort. Egal wie ich auch versuchte meine Angst zurück zu halten, durchnässte sie klebrig und penetrant meine Haut und mein Herz raste wie wahnsinnig. Bleib ruhig, sagte ich mir immer wieder. Bald, dachte ich, würde er sich der Büffelkeule nähern und dann kämen wir zum Zug.

Zuerst waren die Jäger im Versteck entspannt und scherzten. Dann aber wurde es angsteinflößend.

Aber der Löwe ging nicht zum Köder. Im nächsten Augenblick kam ein Gebrüll ca. 30 Meter von links. Das hatten wir so nicht geplant. Ich fühlte, wie Alex im Dunklen sein Gewehr vom Boden aufnahm. Etwas stimmte nicht. Der Löwe würde nun sicherlich unsere Fährte kreuzen, was würde er als nächstes tun?

Mein Gehirn zeichnete apokalyptische Bilder. Ein Stoßgebet wiederholte sich in meinem Kopf wie eine alte Schallplatte. Falls der Löwe uns angreifen sollte, was könnte ich tun? Mein Gewehr war an dem Balken befestigt und zielte zum Baum. Das einzige was ich hatte war ein Messer. Ich könnte möglicherweise das Gummiband durchschneiden und könnte das Gewehr frei herum schwenken, aber wäre ich im Bruchteil einer Sekunde dazu in der Lage, wenn der Löwe angriff? Oder, nachdem ich mein Gewehr befreit hatte, könnte ich in den kleinen See vor mir springen. Falls ich mir dabei nicht das Genick breche, habe ich vielleicht die Chance dem Löwen gegenüber zu stehen und könnte schießen…

Das Wirrwarr meiner Gedanken raste durch meinen Kopf mit schrecklicher Geschwindigkeit. Fünfzehn Minuten vergingen, aber der Löwe zeigte sich nirgends. Er hat möglicherweise unseren Geruch aufgenommen und entschied, dass dies kein Risiko wert sei. Gott sei Dank!

Dann, unmittelbar hinter mir, rollte ein Stein herab und stoppte direkt in meinem Rücken. Mein Herz klopfte wie wild. Der Löwe war da! Die ganze Zeit saß er nur ein paar Schritte hinter uns. Er hatte sich lautlos genähert und nahm sich Zeit um das Zelt zu studieren. Jetzt durften wir keine Zeit verlieren. Ich griff nach  meinem Messer um das Gummiband zu durchschneiden, aber Alex hielt mich mit seiner Hand zurück. „Warte. Beweg dich nicht und warte.“

Nun war der Schrecken groß. Der Löwe hatte beschlossen, zu untersuchen, was hier vor sich ging. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf einer Parkbank und ein großer, bissiger Hund  – ein Dobermann oder eine große Dänische Dogge – umkreist Sie und schnüffelt an Ihren Beinen. Nun stellen Sie sich vor, es ist ein wildes Tier, drei Mal so groß wie der größte Hund, der Ihre Witterung durch kleine Löcher aus einem winzigen Zelt aufnimmt. Es waren nur 20 cm und ein dünner Stoff zwischen uns.

In diesem Augenblick fühlte ich meine letzte Stunde sei gekommen. Musste ich wirklich so weit reisen um diese Welt zu verlassen? Was passiert mit meiner Familie, welche zu Hause auf mich wartet – was werden sie tun, wenn ich für immer hier bleibe? Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, während der Löwe zwanzig Minuten unser Zelt umschlich. Man kann über vieles nachdenken, wenn der Tod 20 Minuten vor der Türe steht. Der Löwe untersuchte jedes Loch im Zelt uns steckte seine Nase in jedes kleine Seitenfenster. Eines dieser Fenster war genau hinter und über meinem Ohr und ich fühlte die riesige Nase, wie sie in langen, tiefen Zügen atmete.

Das könnte mit Sicherheit mein Ende gewesen sein, außer ich unternahm etwas. Aber was könnte ich tun? Lärm machen und schreien? Was, wenn dies die Situation nur verschlimmern würde? Da ich aber, in dieser mir fremden Welt, mein ganzes Vertrauen in Alex gesetzt habe, sollte ich wohl tun, was er von mir erwartet. Und alles was er von mir eindeutig verlangte war, ruhig zu bleiben.

Also gut, ich verhielt mich ruhig. Ich blieb lässig. Ich versteinerte. Ich blieb sogar ruhig, als der Atem des Löwen mein Ohr berührte. Mein Gehör war nun scharf genug, um die Ameisen unter meinen Füßen krabbeln zu hören. Jeder Schluck meines Speichels hörte sich wie die Niagarafälle an. Falls ich für immer hier bleiben sollte, sagte ich zu mir, werde ich es mit Würde tragen. Ich werde nicht wie ein Ferkel quietschen. Mein Herz schlug gleichbleibend schnell. Ich legte alles in Gottes Hand. Ich nahm mein Schicksal an und war für alles bereit.

Doch dann war plötzlich alles so schnell vorbei, wie es begonnen hatte. Der Löwe verschwand einfach. Aber er war nicht lange weg. Wir hörten Knochen splittern von der Stelle, wo der Köder hing. Der Löwe dachte endlich an seine Mahlzeit und die gute Nachricht dabei war, die Mahlzeit waren nicht wir.

Oder er dachte sich vielleicht, die zwei weißhäutigen Kreaturen im Zelt würden eine gute Nachspeise abgeben – wer weiß?

Alex überprüfte, ob der Löwe am Köder war und bestätigte dieses. Seine nächste Frage ließ mich aus meiner versteinerten Lage erwachen, welche ich glücklicherweise eingenommen hatte.

„Bist du bereit zu schießen?“

War ich bereit zu schießen?

Wir haben eine halbe Stunde auf der Schneide zwischen Leben und Tod balanciert. All meine Nerven waren zu einem großen Knäuel aus Stacheldraht gewickelt.

War ich bereit zu schießen? Natürlich war ich bereit. Wir mussten dies zu Ende spielen.

Ich hielt den Schaft meines Gewehres fest gegen meine Wange und nahm ein paar tiefe Atemzüge. Ich war bereit. Nun drehte Alex das Licht an.

Ich konnte nichts sehen. Der Löwe war verschwunden. Er war weg. Was lief falsch mit unserem Glück und wie lange hält das an? Alex schaute durch sein Fernglas und erblickte ihn. Der Löwe hatte ein großes Stück des Köders abgerissen und lag nun in der Wiese und genoss sein Fressen zwei Meter vom Baum entfernt. Man kann keinen Löwen im Liegen erschießen, weil seine Organe sich verschieben und man nicht sicher sein kann, dass man gut trifft. So sei es. Wir mussten warten. Das Gute daran war, dass dem Löwen das Licht überhaupt nicht zu stören schien.

Endlich stand er auf, ging hinüber zum Köder und stand mit seiner Breitseite zu uns. Jetzt oder nie. Ich zielte hinter seine Vorderbeine und drückte ab. Bum.

Der Löwe fing an herumzuschlagen. Wenn jemand die Zeit gemessen hätte, dafür, wie ich jetzt den Riegel zurückzog und mit solcher Gewalt zuknallte, dass ich mir dabei die Haut von den Fingern schürfte, ich glaube es wäre ein Weltrekord. Ich war bereit für einen zweiten Schuss, aber es sah nicht danach aus als wäre einer notwendig. Der Löwe schlug nur ein paar Sekunden wild um sich und dann lag er still da.

Alex machte das Licht aus. Wir saßen ungefähr fünf Minuten im Dunkeln. Ich hatte keine Macht zu sprechen und keine Worte zu sagen; Alles schien erstarrt und die Zeit schien stehen geblieben zu sein.

Als ich meinen Mund wieder öffnen konnte, war alles was herauskam, ein einziges Wort, bestehend  aus vier Buchstaben, welches mit F. anfing. Alex wiederholte mich mit derselben kurzen und ausdrucksstarken Antwort und wir schwiegen weitere fünf Minuten. Ich bat Alex, das Licht wieder einzuschalten um zu sehen, ob der Löwe da war oder ob wir weitere Überraschungen erwarten müssten. Aber zu unserer Erleichterung, er lag da.

Aleksei Agafonov mit seinem prächtigen Löwen in Mosambik

Es war Zeit, den Truck und den Rest des Teams anzurufen. Wie unser Glück es wollte, konnte das Funksignal sie nicht erreichen. Also gingen wir mitten in der Nacht durch einen Wald voller Bestien spazieren, bis wir nah genug für Funkkontakt waren. Aber jetzt hatte ich wenigstens ein Gewehr in der Hand und ich fühlte mich viel besser. Wir gingen, Rücken an Rücken, mit Gewehren im Anschlag, so als ob wir in einem Actionfilm wären. Eine Viertelmeile später hörte uns die LKW-Besatzung, holten uns ab und wir kehrten zurück zum Schauplatz.

Der Löwe war genau dort, wo wir ihn verlassen hatten. Er sah unglaublich kraftvoll aus, mit stählernen, muskulösen Pfoten, riesigen Krallen und gewaltigen Zähnen. Es benötigte vier von uns, um ihn auf den Lastwagen zu laden.

Ich hätte hier einen Punkt setzen und  meinen Bericht beenden können. Große Jagd, große Trophäe, traditionelles Fest, Ende der Geschichte. Aber ich konnte das Gefühl nicht loswerden, dass es zu dieser Jagd mehr gab, als nur einen Löwen getötet zu haben. Es gab viel Spaß und wir lachten viel im Truck, auf unserem Weg zurück ins Lager, aber ich zitterte den ganzen Weg. Ich konnte einfach nicht wieder mein altes Ich sein.

Seitdem habe ich viel Zeit damit verbracht, die Ereignisse dieser Nacht immer wieder in meinem Kopf zu durchleben. In dieser Nacht fühlte ich mich ängstlich und hilflos. Was macht uns Angst? Das Gefühl der Hilflosigkeit? Das Unbekannte? Der mögliche Verlust des Lebens, der Familie, des Wohlbefindens, des Geldes? Im Versteck war ich nicht nur mit dem Löwen konfrontiert. Ich war mit der Summe all meiner eigenen Ängste konfrontiert.

Als Kind litt ich unter Alpträumen, über Löwen und Panther, die irgendwie aus einem Zoo oder Zirkus flohen und hinter mir her waren. Als ich erwachsen wurde, haben mich diese Alpträume nicht mehr verfolgt, trotzdem kamen sie immer wieder, wenn ich gestresst oder ängstlich war, zurück. Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum ich es so ablehnte, Löwen zu jagen – Löwen verkörperten meine unbewusste Angst. Aber die Jagd wurde zu einer echten Therapiesitzung und befreite mich. Die Alpträume kamen nicht mehr zurück. Ich hatte meine Ängste zusammen mit dem Löwen getötet.

Der Sternenhimmel über einem Jagdlager

Diese Geschichte wurde ursprünglich in der März/April-Ausgabe des „Sports Afield- Magazins“ veröffentlicht und mit freundlicher Genehmigung des Veröffentlichers reproduziert.

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